Am Samstag fand die ordentliche Mitgliederversammlung des Mittelschwäbischen Luftsportverein e.V. statt. Neben den gewohnten Berichten des 1. Vorstand, der Abteilungsleiter, des Jugendleiter und des Schatzmeisters standen dieses Jahr aber einige sehr bedeutende Punkte auf dem Programm: Die formale Verlegung des Vereinssitz nach Thannhausen und der Umsetzung des Hochwasserschutz mit Hallenneubau.

Der MLV entstand aus dem Zusammenschluss mehrerer schwäbischer Vereine und so blieb historisch der Sitz Krumbach erhalten, obwohl unser Gelände und Vereinsheim in Thannhausen liegen. Das ist für den ein oder anderen schon mal etwas verwirrend, aber bereitete auch der Vorstandschaft zunehmend Unannehmlichkeiten. So akzeptiert das Luftfahrtbundesamt beispielsweise nur eine Anschrift in Krumbach für die Zulassung von Luftfahrzeugen. Aktuell hat der Verein daher ein Postfach in Krumbach, was dazu regelmäßig geleert werden muss, so berichtete Vorstand Siggi Ortner. Den Sitz des Vereins anzupassen war schon länger geplant und wurde nun in die Tat umgesetzt mit einer entsprechenden Änderung in der Satzung. Wir bleiben natürlich Krumbach nach wie vor sehr verbunden, kommen doch auch viele unserer Mitglieder aus Krumbach und Umgebung. Die entsprechende Anpassung der Satzung wurde dann auch einstimmig angenommen.

Ein Thema, dass bereits mehrere Vorstandschaften des MLV über viele Jahre hinweg beschäftigt hat ist der Hochwasserschutz der Stadt Thannhausen. Es gab viel hin und her, sogar ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wurde gegen den Freistaat Bayern geführt, um eine für den MLV inakzeptable Planfeststellung zu verhindern. 2016 erfolgte dann ein gerichtlicher Vergleich zu Gunsten des MLV.
Nun 2019 wird es ernst, die Baumaßnahmen der Stadt sollen im Oktober beginnen und so muss dann auch der MLV Hochwasserschutzmaßnahmen umsetzen. Dazu hatte die Vorstandschaft unter Siggi Ortner einige mögliche Szenarien entwickelt und vorgestellt. Ein zentraler Baustein darin war der Erwerb der per Erbbaurecht errichteten Motorflughalle + Grundstück. So ist es für den MLV nun möglich die ältesten

Dank dem Grundstückserweb können nun die ältesten Bestandteile des Vereinsheims, die Segelflughalle, die Holzwerkstatt und die Tankstelle durch eine neue, hochwassersichere Halle erneuert werden, die groß genug ausgelegt wird, um für alle motorgetriebenen Flugzeuge Schutz zu bieten. Auch unsere Tankstelle wird neu aufgebaut und ist so sicher vor dem Hochwasser. Diese einzigartige Gelegenheit soll genutzt werden, um nicht nur den Hochwasserschutz umzusetzen, sondern um auch die Infrastruktur des Vereins fit für die Zukunft zu machen. Die umfangreichen Vorbereitungen stellte Vorstand Ortner den Mitgliedern vor, von der Planung der ggf. nötigen Baumaßnahmen, Angebote, nötige Genehmigungen und die Finanzierung. In einer offenen Diskussion konnten die Mitglieder Fragen stellen und auch ihre Meinung äußern. Obwohl der Abriss der alten Gebäudeteile und die Baumaßnahmen auch viel Eigenleistung erfordern wird und ggf. auch die Mitgliedsbeiträge angepasst werden müssen um die nötigen Investitionen zu finanzieren, so waren die Wortmeldungen sehr positiv: Eine gute Lösung von der auch die künftigen Generationen profitieren werden. Schließlich stimmt die Mehrheit der Mitglieder ohne Gegenstimmen für die von Siggi Ortner vorgeschlagenen Lösung. Der MLV Vorstand wird nun also mit der konkreten Planung für Abriss der alten Gebäudebestandteile und Neubau einer Holzhalle beginnen.

Die Mitgliederversammlung war gut besucht.
1. Vorsitzende Siggi Ortner stellt die Pläne zum Hochwasserschutz und Hallenneubau vor.
3D Modell des geplanten Neubau. Die Vereinsgaststätte mit Terasse und Halle Ost (vorne rechts im Bild) bleiben bestehen. Dahinter wird der alte Gebäudeteil durch die neue Halle ersetzt. Eine Wanne mit 1 Meter hoher Umwandung, sowie mobile Elemente für das Tor sorgen für den Hochwasserschutz.
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