In der ersten Augustwoche fand der 57. Klippeneck-Segelflug-Wettbewerb statt. Der Klippeneck-Wettbewerb ist ein traditionsreicher Freundschaftswettbewerb im Leistungssegelflug. Er verbindet sportlichen Wettbewerb mit dem Austausch von Erfahrungen zwischen Segelfliegerinnen und Segelfliegern aus verschiedenen Nationen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Leistungssegelflugs.
In diesem Jahr war der Wettbewerb für den MLV gleich aus mehreren Gründen besonders spannend: Neben dem regulären Wettbewerb wurde auch eine Qualifikationsmeisterschaft für die Deutsche Junioren-Segelflugmeisterschaft 2027 in der Clubklasse ausgetragen.
Zwei MLV-Piloten am Start
Für den MLV und den D-Kader Bayern gingen Tim Schmidtlein und Ferdinand Dehling an den Start. Beide 18-Jährigen nahmen gleichzeitig an der Junioren-Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft 2027 teil.
Während Ferdinand mit seinem eigenen Discus CS antrat, war Tim mit der vereinseigenen ASW 24 auf dem Klippeneck vertreten. Als Helfer und Rückholer für den Fall einer Außenlandung waren die Väter der beiden Piloten – selbst aktive MLV-Piloten – sowie die Geschwister Martha und Ben, beide Segelflugschüler, mit dabei.
Leistungssegelflug auf höchstem Niveau
Neben der Clubklasse, in der Tim und Ferdinand antraten, wurde auch in der 15-Meter-, 18-Meter-, Doppelsitzer- und Offenen Klasse um Wertungspunkte geflogen. Insgesamt standen damit mehr als 70 Flugzeuge am Start. Mit zehn Schleppmaschinen wurden die Flugzeuge zügig in die Luft gebracht, ein beeindruckendes Bild und eine logistische Herausforderung, die bei einem Wettbewerb dieser Größe perfekt funktionieren muss.
Für die Piloten der Clubklasse standen an insgesamt acht Wertungstagen anspruchsvolle Flugaufgaben auf dem Programm. Nicht nur die fliegerischen Anforderungen waren eine Herausforderung: Über viele Tage hinweg konzentriert zu fliegen, die Wetterentwicklung einzuschätzen und jeden Flugtag optimal zu nutzen, verlangte den jungen Piloten einiges ab.
Auch für die Helfer am Boden blieb es spannend. Während die Piloten ihre Aufgaben in teilweise großen Entfernungen zum Flugplatz absolvierten, konnten die Flüge über die eingesetzten Kollisionswarnsysteme am Bildschirm mitverfolgt werden. So ließ sich verfolgen, wo sich die Flugzeuge befanden und in welcher Höhe sie unterwegs waren.
Ferdinand gewinnt die Juniorenwertung
Am Ende konnte sich Ferdinand Dehling über ein hervorragendes Ergebnis freuen. Mit einem Tagessieg in der Clubklasse erreichte er in der Gesamtwertung den 5. Platz. Damit gewann er gleichzeitig die Juniorenwertung.
Auch Tim Schmidtlein zeigte eine starke Leistung. An einem Wertungstag musste er bei sehr anspruchsvollen Wetterbedingungen außenlanden. Dank seiner hervorragenden Ergebnisse an den übrigen Wertungstagen konnte er sich dennoch den 13. Platz in der Gesamtwertung sichern. In der Junioren-Qualifikation erreichte er einen starken 5. Platz.
Damit stehen die Chancen sehr gut, dass beide MLV-Piloten 2027 bei der Deutschen Junioren-Segelflugmeisterschaft an den Start gehen dürfen.
Besonders beeindruckend ist dieses Ergebnis vor dem Hintergrund, dass es für Tim und Ferdinand jeweils der erste große Segelflugwettbewerb war. In einem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld trafen sie auf viele erfahrene Wettbewerbspiloten, darunter sogar Mitglieder des Schweizer Nationalteams.
Ein großartiger Erfolg für die beiden Nachwuchspiloten, den MLV und den D-Kader Bayern. Und zugleich ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass sich gute Ausbildung, engagierte Nachwuchsarbeit und die Unterstützung durch Verein, Familie und Helfer auszahlen.































